top of page

Inmitten der Dunkelheit, einem aus brachialen Bauten erzwungenem Dschungel, die von Schatten erloschener Tage bedeckt waren, saß ich in der Stille einer eiskalten Kathedrale. Töne der Orgel trieben sich durch endlos leere Gewölbe und meine Finger sich über die Tasten - die mit meinem

Körper schon ganz blass geworden waren. In meinem eigenen Schatten gefangen, die sich am Kreuzweg entlang von ganz alleine bewegten. Aus den Pfeifen, die meine Wunden sind und den Tönen, welche mein Schmerz sind, floss es nur so heraus. Ich vergas meine Realität in jeder meiner eigenen Fensterspiegelung zu erfassen und mein letzter Schatten

führte mich heraus aus dem Ammenmärchen, dessen ich mir nicht klar war. Häuserschluchten

stürzten auf mich herab und das Pochen der dunklen Gasse drang in meine Laufbahn ein. Nahezu war der Nebel, durch den ich ging, meine Realbild geworden, der mich egal welche Richtung ich einschlug, immer immer immer einholte. Die Gasse wurd eng und trübes Mondlicht ließ mich im Stich, als ich es nach dem Ausgang fragte.

Regentropfen schossen an meinem Ohr vorbei, schrille Geräusche machten Wahnsinn zur Wirklichkeit. Nachtklänge dröhnten, sodass ich den Weg nicht hören konnte. Mein Atem in Not, weil ich doch ständig nur diesen leeren Nebel einatmete. Geblitzt von Licht, das meinen Schatten immer wieder zum Leben erwecken wird. Ihn kann ich nie wieder aufhören,

loszuwerden. Und die Realität nur mit meinem geöffneten, starren Auge erblicken werden kann. - eigendlich nie, aber irgendwann. Es geht nur um meine Schatten, denn ich trug alles von mir weg, was ich dachte wofür ich stark genug wäre und wo ich dachte ich komme einfach so darüber hinweg. 

 

dedicated to our man in heaven.

studio@bagehera-bha.com  

 

 

anonymes design kollektiv, based in zurich, CH

_DSC8175.jpg

Melody Wagener und Mo Wiemer fotografiert von Willem Otte im Juli 2024.

8004 zurich, CH

©2024 BAGEHERA (BHA) KOLLEKTIV
 
bottom of page